Ich bin gerade beim einkaufen für das Mittagessen, als ich mir überlege, was ich in den nächsten 90 Minuten machen sollte. Die Tendenz ging immer mehr Richtung angeln, da ich unbedingt die neuen Minis testen wollte. Gesagt, getan!!! Kaum war der Einkauf im Kofferraum verstaut, entschloss ich mich an eine Au zu fahren.
 
Am Ziel angekommen, wurde die Wathose übergestreift, dann die Köderbox kontrolliert. Ein Blick zum Kescher genügte um mir zu sagen. Nein, du bleibst im Wagen und ich schleppe dich nicht mit. Wozu auch? Ich rechnete mit Bachforellen, höchstens in der Größe von maximal 40 cm. Die kann man ja auch so landen. Kofferraum schließen und ich stiefelte übers Feld zur Au.
 
Hier sah ich hochgewachsendes Gras. In den letzten Wochen wollte wohl hier keiner angeln. Dies soll ja nicht mein Schaden sein, dachte ich so bei mir. Vorsichtig setzte ich nun Fuß vor Fuß und kämpfte mich durch das hohe Gras. Das Wasser war leicht angetrübt und recht dunkel. Ich entschloss mich nun, meine 28 gr. Brave-Spinnrute mit dem kupfer-roten Mini zu bestücken.
 
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Die ersten Wurfversuche gingen genau dorthin, wo ich auch den Köder haben wollte. Nun fing ich an die ersten weiteren Würfe zu setzen. Beim einholen des Minis variierte ich dich Geschwindigkeit um zu sehen, wie es sich auf das Laufverhalten des Minis auswirkte. 3er, 4er, 5er Wurf.
 
Dann beim 6ten Wurf konnte ich 2 Kurbelumdrehungen setzen als ein brachialer Ruck durch die Brave ging. Ein starker Fisch hatte sich den Mini einverleibt und nahm sofort knappe 10 Meter Schnur von der Rolle. Scheiße, dachte ich mir das ist ein Hecht. Und noch einmal scheiße, ich habe kein Vorfach genutzt. Nach 2 weiteren starken Fluchten konnte ich dann endlich das erste Mal meinen Gegner sehen. Oh mein Gott, eine kapitale Bachforelle schraubte sich aus dem Wasser.
 
Bloß wo war mein Kescher?? Im Auto, ich faule Sau, wollte ihn ja nicht mitschleppen. Nun begann ich mich vorsichtig in die Au reingleiten zu lassen.
 
Immer wieder nahm die Forelle bei den Fluchten Schnur von der Rolle. Ich parierte jedes Mal und konnte einige Meter Schnur zurück erobern. Nun hatte ich die Bachforelle soweit, dass ich die erste Handlandung versuchen konnte. Doch die Forelle war nicht dumm und nahm sofort wieder die Fluchtversuche auf. Nach 4 weiteren Fluchten hatte ich die Bachforelle soweit um die nächste Handlandung zu versuchen.
 
Dieses Mal klappte der Griff und ich konnte sie fest greifen. Sofort streckte ich den Arm übers Land um die Bachforelle zu sicher. Jeder der schon mal versucht hat, weiß wie schwierig die Handlandung einer kapitalen Bachforelle ist. Nach dem landen stieg auch ich ans Ufer und konnte nun die Bachforelle in Ruhe betrachten. Der Köder saß tief und fest im Maul. Nach dem die Bachforelle abgeschlagen war und die Fotos im Kasten waren, folgte eine Bisszigarette.
 
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Ich hatte heute wieder einmal erlebt, dass alles anders kommen kann als man denkt. Ein neuer Köder wird getestet und gleich von einer kapitalen Bachforelle genommen. Der Kescher liegt im Wagen und man muss ruhig bleiben, um eine Handlandung sicher zu gestalten.
 
Nun packte ich meine Sachen und fuhr nach Hause. Dort machte mein Sohn dann noch ein paar Fotos mit mir und der Bachforelle. Dies ist dieses Jahr die zweite Bachforelle, die ich entnommen habe. Das Erlebnis mit diesem Fight, ist aber einer der schönsten in den letzten Jahren.
 
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